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Herausforderungen des Minimalismus für Familien

  • Autorenbild: Minimalist Mama
    Minimalist Mama
  • vor 6 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Reden wir nicht drum herum - natürlich gibt es auch einige Herausforderungen des minimalistischen Lebensstils als Familie.


Emotionale Bindungen

Es kann wirklich schwierig sein, sich von Dingen zu trennen, die bei euch emotionale Erinnerungen hervorrufen. Hier sind einige Tipps, um damit umzugehen:

  • Erinnerungsstücke aufbewahren: Bewahrt nur die bedeutendsten Erinnerungsstücke auf und lasst den Rest los. Das kann vor allem bei den Babysachen schwer sein. Ich habe für jedes Kind eine Erinnerungsbox - darin ist jeweils der erste Strampler, die Taufkerze, die Babydecke, das Krankenhausbändchen, der Mutterpass und einige andere kleine Erinnerungsstücke. Der Rest darf ausnahmslos gehen.

    Digitale Erinnerungen: Fotografiert die Gegenstände, die ihr nicht behalten möchtet, um die Erinnerungen festzuhalten, ohne physischen Platz zu beanspruchen.


Kinder und Minimalismus

Kinder können natürlich sehr an ihren Spielsachen und Dingen hängen. Das kann euch im Prozess erst einmal zurückwerfen. Immer die Ruhe bewahren. Meine Große (11 Jahre) sagt selbst, seitdem der Minimalismus im Kinderzimmer Einzug gehalten hat, hat sie wieder Ideen, was sie spielen kann. Vorher war sie quasi wie erschlagen von all dem Zeug und all den Möglichkeiten, so dass sie nicht wusste, wo sie anfangen sollte. Zu viele Möglichkeiten sind eben nicht immer das Nonplusultra und lassen Kreativität keinen Raum. Geht mit euren Kindern das gesamte Kinderzimmer und den Kleiderschrank durch. Wenn es euch genauso erschlägt wie die Kleinen, dann bietet es sich an, klein anzufangen, das heißt – erst eine Schublade, dann eine Kiste, dann der große Schrank. Ihr könnt es euch über Tage aufteilen oder alles in einem Rutsch durchgehen – wie es euch am liebsten ist. Nehmt eure Kinder ernst, Lieblingsstücke dürfen behalten werden. Begebt euch am besten auch einmal auf die Höhe eurer Kinder; kommen die Kleinen überall heran? Lohnt sich das schöne Poster, sehen sie es überhaupt? Ausrangierte Dinge können super gespendet oder verkauft werden. Unsere Kita nimmt gern Spielzeug- und Bücherspenden an. Kinderkleidung kann zB. bei Vinted oder Ebay oder unter Freunden verkauft oder verschenkt werden. Kaputtes oder nicht mehr zu verschenkendes oder verkaufendes muss leider in den Müll wandern.

  • Gemeinsam ausmisten: Involviert unbedingt eure Kinder in den Ausmistprozess und lasst sie entscheiden, was sie behalten möchten. Das fördert die Selbstbestimmtheit und euer Miteinander.

  • Belohnungssystem: Schafft vielleicht ein kleines Belohnungssystem für das Ausmisten, um es für eure Kinder attraktiver zu machen.


Gesellschaftlicher Druck

In einer konsumorientierten Gesellschaft kann es schwierig sein, minimalistisch zu leben.

  • Gemeinschaft finden: Sucht euch Gleichgesinnte, die ebenfalls einen minimalistischen Lebensstil anstreben. Der Austausch kann sehr motivierend sein und Freude bringen. Aber nicht vergessen - Minimalismus ist kein Wettbewerb. Für jeden sieht dieser Lebensstil anders aus.

  • Selbstbewusstsein stärken: Arbeitet daran, euch von den Meinungen anderer zu lösen und euch auf eure eigenen Werte zu konzentrieren. Damit seit ihr auch für eure Kinder ein tolles Vorbild und werdet mehr in euch selbst ruhen.


 
 
 

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