Tipps für ein minimalistischeres Familienleben
- Minimalist Mama
- vor 20 Stunden
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In einer Welt, die oft von Überfluss und Konsum geprägt ist, kann ein minimalistisches Familienleben eine Alternative bieten. Minimalismus bedeutet nicht nur, weniger Dinge zu besitzen, sondern auch, bewusster zu leben und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. In diesem Blogbeitrag teile ich praktische Tipps, die euch helfen, ein minimalistisches Leben mit eurer Familie zu führen.
1. Definiert eure Werte
Bevor ihr mit dem Minimalismus beginnt, ist es wichtig, eure Werte zu definieren. Fragt euch, was euch und eurer Familie wirklich wichtig ist. Ist es Zeit miteinander zu verbringen, Reisen, Bildung oder etwas anderes? Indem ihr eure Werte klärt und festlegt, könnt ihr Entscheidungen treffen, die mit eurem minimalistischen Lebensstil übereinstimmen.
2. Reduziert euren Besitz
Ein zentraler Aspekt des Minimalismus ist die Reduzierung des physischen Besitzes. Geht durch euer Zuhause und identifiziert Dinge, die ihr nicht mehr benötigt oder die keinen emotionalen Wert haben. Hier sind einige Tipps, um den Prozess zu erleichtern:
Kategorisiert eure Dinge: Geht Raum für Raum vor und kategorisiert eure Besitztümer (Kleidung, Spielzeug, Küchengeräte usw.).
Fragt euch, ob ihr es wirklich braucht: Wenn ihr etwas seit mehr als einem Jahr nicht benutzt habt, ist es wahrscheinlich an der Zeit, es loszulassen.
Spenden oder verkaufen Sie nicht benötigte Gegenstände: Gebt den Dingen ein neues Leben, indem ihr es spendet oder verkauft.
3. Vereinfacht eure Routine
Eine einfache Routine kann den Stress im Familienleben erheblich reduzieren. Überlegt euch, wie ihr eure täglichen Abläufe vereinfachen können. Hier sind einige Ideen:
Plant Mahlzeiten im Voraus: Erstellt einen wöchentlichen Essensplan, um Zeit und Geld zu sparen. Ohne Plan und Einkaufszettel im Supermarkt zu stehen, ist meist keine gute Idee und wir am Ende teurer. Wir setzen uns meist sonntags zusammen, um den Essensplan und die entsprechende Einkaufsliste zu schreiben. So fühlt sich der Wochenstart am Montag auch direkt weniger chaotisch an.
Richtet feste Zeiten für Aktivitäten ein: Legt feste Zeiten für Hausarbeiten, Freizeit und Familienaktivitäten fest, um Struktur in den Alltag zu bringen.
Minimiert die Bildschirmzeit: Reduziert ihr die Zeit, die eure Familie vor Bildschirmen verbringt, habt ihr mehr Zeit für persönliche Interaktionen geschaffen.
4. Fördert gemeinsame Erlebnisse
Statt materielle Dinge zu kaufen, investiert lieber in gemeinsame Erlebnisse. Diese schaffen bleibende Erinnerungen und stärken die Familienbande. Hier sind einige Vorschläge:
Familienausflüge: Plant regelmäßige Ausflüge in die Natur, Museen oder lokale Veranstaltungen ein. Wir gehen gern in den Wald oder an den See. Die Kinder finden immer Beschäftigung in der Natur, Stöcker und Sand sind oft das bessere Spielzeug als alles, was man da draußen kaufen kann.
Spieleabende: Organisiert wöchentliche Spieleabende, um die Zeit miteinander zu genießen. Es gibt auch schon viele Gesellschaftsspiele ab 2 Jahren, die Spaß mit den ganz Kleinen machen.
Gemeinsames Kochen: Kocht (wenn Zeit ist!) zusammen als Familie. Mein Sohn rührt gern die Tomatensauce an, meine Große backt schon allein. Danach zusammen aufräumen gehört ebenfalls dazu.
5. Organisiert den Familienraum
Ein gut organisierter Raum kann das Familienleben erheblich erleichtern. Hier sind einige Tipps zur Organisation:
Verwendet Aufbewahrungslösungen: Körbe, Regale und Boxen sind ideal, um Dinge ordentlich zu verstauen. Aber Vorsicht - solche Aufbewahrungswunder laden auch gern dazu ein, unnötige Dinge zu lagern und zu vergessen. Also immer mal wieder durchgehen, um zu schauen, ob etwas gehen kann.
Schafft feste Plätze für alles: Jeder Gegenstand sollte einen festen Platz haben, damit ihr und eure Familie wissen, wo sie ihn findet und wo er hingehört.
Regelmäßige Aufräumaktionen: Plant regelmäßige Aufräumaktionen, um sicherzustellen, dass der Raum ordentlich bleibt. Mit Kindern kann man einen kleinen Wettbewerb draus machen, entweder mit einem Timer oder einer kleinen Belohnung danach.
6. Setzt Prioritäten
Im hektischen Familienleben ist es wichtig, Prioritäten zu setzen. Überlegt euch, welche Aktivitäten und Verpflichtungen für eure Familie am wichtigsten sind. Hier sind einige Tipps:
Sagt „Nein“ zu unnötigen Verpflichtungen: Überladet euren Kalender nicht mit Aktivitäten, die nicht zu euren Werten passen. Ein Tag ohne Termine ist so befreiend.
Fokussiert euch auf Qualität statt Quantität: Investiert Zeit in Aktivitäten, die eurer Familie wirklich Freude bereiten. Ihr müsst nicht auf allen Hochzeiten tanzen, wenn ihr das nicht wollt.
Plant Zeit für euch selbst ein: Vergesst nicht, auch Zeit für euch selbst einzuplanen, um eure eigene Balance zu finden. Entspannte Mamas = entspannte Kinder. Eine einfache Gleichung, die ich in den letzten 11 Jahren Mama sein gelernt habe. Die Zeit für euch selbst sollte aber nicht ein weiterer Punkt auf eurer To-Do-Liste sein und euch unter Druck setzen. Selbst ganz kleine Pausen können hilfreich sein: Atemübungen, kurzer Stretch, ein Kaffee oder Tee am offenen Fenster, den Blick schweifen lassen, 10 min spazieren gehen oder mit einem gutem Buch den Abend ausklingen lassen.
7. Digitale Entgiftung
In der heutigen digitalen Welt ist es wichtig, auch den digitalen Raum zu minimieren. Hier sind einige Tipps zur digitalen Entgiftung:
Reduziert die Anzahl der Apps: Löscht Apps, die ihr nicht regelmäßig nutzt, um euer Smartphone zu entlasten.
Organisiert eure Dateien: Haltet eure digitalen Dateien und Fotos organisiert, um den Überblick zu behalten.
Setzt Bildschirmzeiten: Legt feste Zeiten fest, in denen ihr und eure Familie digitale Geräte nutzen, um die Bildschirmzeit zu kontrollieren.
Handy Detox: Ich mache alle paar Wochen ein längeres Handy Detox - es tut unglaublich gut! Das kann einen Tag oder länger sein, probiert es einfach mal aus.
8. Minimalistische Geschenke
Wenn es um Geschenke geht, können Sie den minimalistischen Ansatz ebenfalls anwenden. Hier sind einige Ideen für minimalistische Geschenke:
Erlebnisse statt Dinge: Schenkt Erlebnisse wie Konzertkarten oder einen gemeinsamen Ausflug. Das kommt bei allen gut an und gemeinsame Zeit ist das wertvollste Gut.
Selbstgemachte Geschenke: Überrascht eure Familie mit selbstgemachten Geschenken, die von Herzen kommen. Vor allem mit Kindern kann dies einen riesigen Spaß machen und lässt jedes Großeltern oder Tanten-Herz höher schlagen.
Spenden im Namen anderer: Macht eine Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation im Namen eines Familienmitglieds.
9. Reflektieren und Anpassen
Minimalismus ist ein fortlaufender Prozess. Nehmt euch regelmäßig Zeit, um zu reflektieren, was für eure Familie funktioniert und was nicht. Hier sind einige Fragen, die ihr euch stellen könnt:
Fühlen wir uns weniger gestresst?
Haben wir mehr Zeit füreinander?
Sind wir mit weniger Dingen glücklicher?
Passt eure Strategien an, um sicherzustellen, dass sie weiterhin zu eurem Lebensstil passen.



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